Richtig sehen, gut hören

Unsere (Vor-) Sorge gilt Ihrem Kind !

Sieht Ihr Kind richtig?

Sie können zur normalen Entwicklung der Sehfähigkeit Ihres Kindes beitragen, wenn Sie Ihr Kind aufmerksam beobachten und bei den unten aufgeführten Besonderheiten mit uns sprechen. Wichtig für die Sehentwicklung Ihres Kindes ist, daß Sehstörungen frühzeitig erkannt werden, weil dann die Behandlung die besten Erfolge bringt. Nach den Empfehlungen des Berufsverbandes der Ärzte für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Deutschlands e.V. und des Berufsverbandes der Augenärzte sollten Kinder dem Augenarzt vorgestellt werden:

  • sofort: Kinder mit Auffälligkeiten im Bereich eines oder beider Augen wie z.B. Lidveränderungen (insbesondere hängende Lider mit Verlegung der Pupille), Trübungen der Hornhaut, grau- weißliche Pupille, Augenzittern, große Augen mit Lichtscheu
  • mit 6 Monaten, spätestens mit 1 Jahr: alle Risikokinder für Schielen, Brechungsfehler u./o. erbliche Augenerkrankungen, z.B. Frühgeburten (Schielen, Kurzsichtigkeit), Kinder schielender oder stark fehlsichtiger Eltern (Brillenträger). Kinder aus Familien mit bekannten und bereits bei der Geburt vorhandenen erblichen Augenerkrankungen
  • bis zum Ende des zweiten Lebensjahres: alle übrigen Kinder zur Entdeckung des kleinwinkeligen Schielens und von Brechungsfehlern. Nach der Entwicklung eines normalen beidäugigen Sehens kann in den Folgejahren noch ein gut behandelbares normosensorisches Spätschielen auftreten.

Hört Ihr Kind richtig?

Durch gutes Beobachten Ihres Kindes können Sie eventuell bestehende Einschränkungen seines Hörvermögens frühzeitig erkennen; wir sagen Ihnen, worauf Sie besonders achten sollten:

  • 4.- 6. Lebenswoche: reagiert Ihr Kind mit Schreien, Lächeln, Augen- und Kopfbewegungen oder ruckartigen Armbewegungen, wenn plötzlich laute Geräusche auftreten? Beginnt es, gelegentlich zu lallen?
  • 3.- 4. Lebensmonat: bewegt Ihr Kind den Kopf in Richtung auf eine Schallquelle? Wacht es aus dem Halbschlaf auf, wenn jemand an sein Bettchen herantritt?
  • 6.-7. Lebensmonat: Reagiert Ihr Kind auf Musik aus dem Radio oder Fernsehen? Benutzt es seine Stimme, um auf sich aufmerksam zu machen? Zeigt es deutliche Unruhe beim Auftreten unbekannter Geräusche? Beachtet es die Unterhaltung anderer Personen?
  • 10.- 12 Lebensmonat: Versteht Ihr Kind ausgesprochene Verbote („nein, nein“, „halt“ u.ä.)? Folgt es Aufforderungen? Reagiert es auf Musik, indem es die Schallquelle sucht? Spricht es verständlich zwei oder mehr Worte?
  • 21.- 24. Lebensmonat: Befolgt Ihr Kind leise gesprochene Aufforderungen, einen Körperteil zu zeigen? Erkennt es bekannte Geräusche (z.B. Auto des Vaters, Tierlaute, Flugzeug etc)? Hört es eine Mücke summen?
  • 43.- 48. Lebensmonat: Mißversteht Ihr Kind oft Anweisungen, wenn es dabei dem Sprecher nicht auf den Mund sehen kann? Haben Sie den Eindruck, daß es normal gesprochene Worte nur mühsam versteht und seine Konzentration beim Zuhören schnell nachläßt? Erkennt es mit großer Sicherheit bekannte Geräusche (Garagentor, Motorgeräusche etc)?