Orthomolekulare Therapie

Essen Sie täglich...



...2 kg Salat, 10 kg Kartoffeln, 2 kg Erdbeeren, 450 g Rindfleisch und trinken Sie jeden Tag 3 Liter Milch?

Die Beispiele zeigen, welche Mengen man täglich zu sich nehmen müsste, um eine optimale Versorgung mit den lebensnotwendigen Vitaminen zu erreichen.

Zu den herausragenden Forschungsleistungen unseres Jahrhunderts zählt ganz sicher die Entdeckung der Vitamine. Schon vor einigen hundert Jahren haben Menschen beobachtet, dass bestimmte Nahrungsmittel Krankheiten verhindern können. Wohl jeder hat von den Limonen und Zitronen gehört, die britische Seeleute aßen, um dem Skorbut zu entgehen. Es dauerte aber bis zum Jahr 1911, bis das erste Vitamin im Labor isoliert werden konnte; es handelte sich dabei um das Thiamin, ein B- Vitamin.

In der Vergangenheit wurden Vitamine vorwiegend dahingehend untersucht, welche Mangelkrankheiten sie verhindern können. Z.B. verursacht Thiamin- Mangel eine Nervenkrankheit namens Beriberi, Vitamin D- Mangel führt zu Rachitis und Vitamin C- Mangel zu Skorbut.

Amerikanische Wissenschaftler und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung haben Empfehlungen ausgesprochen, welche Vitaminmengen pro Tag aufgenommen werden sollten, denn inzwischen ist bekannt, dass diese lebensnotwendigen Nahrungsbausteine einen weitaus größeren Beitrag zur Gesundheit und Gesunderhaltung leisten als noch vor 20 Jahren angenommen wurde.

Vitamine sind organische Substanzen, die der Körper nicht selbst bilden kann, die aber für das Funktionieren des Zellstoffwechsels notwendig sind: sie steuern unzählige biologische Prozesse in unserem Organismus. Auch für eine gute Sehkraft, die Bildung normaler Blutzellen, die Entstehung kräftiger Zähne und Knochen sowie für das richtige Funktionieren von Herz und Nervensystem werden Vitamine gebraucht.

Wir unterscheiden die fettlöslichen Vitamine (A, Beta- Carotin, D, E und K) von den wasserlöslichen (B- Vitamine und Vitamin C). Diese Unterscheidung ist wichtig, weil der Körper fettlösliche Vitamine in der Leber und im Fettgewebe für relativ lange Zeit (viele Monate), wasserlösliche hingegen nur höchstens einige Wochen lang speichern kann.

In den letzten Jahren hat sich eine neue Therapierichtung, die sog. Orthomolekulare Medizin, etabliert; als geistiger Vater gilt der Biochemiker und zweimalige amerikanische Nobelpreisträger Linus Pauling, der insbesondere die Wirkung des Vitamin C intensiv erforschte. Er definierte das Wirkprinzip wie folgt: "Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sind." Der Begriff "orthomolekular" hat seinen Ursprung in orthos (griech.) = richtig, gut und molekular, Molekül (lat.) = Baustein von Substanzen. Von Linus Pauling wurde 1968 dieser Begriff gewählt, weil er das Therapieprinzip gut verdeutlicht.

Die Orthomolekulare Medizin orientiert sich nicht an Krankheitssymptomen, sondern versucht, die Ursachen von Erkrankungen zu beheben. Zu diesem Zweck empfiehlt sie die systematische Ergänzung körpereigener Substanzen in angemessener Konzentration auf langfristiger Basis: Auch mit 92 noch geistig frisch und körperlich fit, galt Linus Pauling als der beste Beweis für den Erfolg der Orthomolekularen Medizin. Dank orthomolekularer Substanzen in z.T. sehr hoher Dosierung konnte er seine Vitalität und Gesundheit bis ins hohe Alter bewahren.

Die Orthomolekulare Medizin nutzt ausschließlich Substanzen, die sowohl in der Nahrung als auch in unserem Körper ganz natürlich vorkommen. Es sind Vitalstoffe, wie z.B. die Vitamine und Mineralien. Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen. Sie müssen als Mikronährstoffe regelmäßig in ausreichender Menge zugeführt werden, damit wir gesund und leistungsfähig bleiben.

Der Bedarf an Vitalstoffen ist von verschiedenen äußeren und inneren Faktoren abhängig, z.B. Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, Alter, Gesundheitszustand und Umwelteinflüssen. Bei Krankheiten kann dieser Bedarf so erhöht sein, dass die optimale Deckung des Vitamin- und Mineralstoffbedarfs selbst mit gesunder, vielseitiger Mischkost nicht zu schaffen ist.

Auf das Ernährungsproblem der unzureichenden Vitalstoffversorgung und die gesundheitlichen Konsequenzen machte Pauling bereits vor 35 Jahren in der wissenschaftlichen Zeitschrift Science (160/68) aufmerksam. Paulings Empfehlung lautete: Gesundheitsschutz und dietätische Behandlung von Erkrankungen mit orthomolekularen Substanzen in optimaler Dosis zur Optimierung des Stoffwechsel- und Immunsystems.

Zu den orthomolekularen Substanzen gehören neben den Vitaminen insbesondere auch die verschiedenen Mineralien (Magnesium, Kalzium etc.), Spurenelemente (Zink, Selen u.a.) und essentielle Fettsäuren (z.B. Omega 3– Fettsäuren). In der richtigen Menge und Konzentration besitzen viele dieser orthomolekularen Substanzen einen schützenden Effekt gegenüber Umwelteinflüssen, Krankheit, Stress und Schadstoffen (z.B. Nikotin); die Mediziner sprechen hier von einer antioxidativen Funktion oder auch von der Funktion der orthomolekularen Substanzen als sog. Radikalfänger. Definiertes Ziel der Orthomolekularen Therapierichtung ist es, die Gesundheit entscheidend zu verbessern, Vitalität und Leistungsfähigkeit zu erhalten, Alterungsvorgänge zu verzögern und Lebensdauer zu verlängern. Optimale Gesundheit und Widerstandskraft gegen Erkrankungen werden dann erreicht, wenn möglichst alle körpereigenen Substanzen in optimaler Menge im Organismus vorhanden sind. Eine solche optimale Ernährung ist heute jedoch in den seltensten Fällen möglich: Umweltprobleme (saurer Regen, Ozonloch, Abgase und Schadstoffe, Lärm- und Strahlenbelastung), aber auch selbst verursachte Belastungen wie Alkohol-, Nikotin- oder Drogenkonsum sind Gründe für einen erhöhten Verbrauch an lebenswichtigen Vitalstoffen.

Ungünstige Lebens- und Ernährungsumstände, langwierige Konservierung von Lebensmitteln, falsche Lagerung oder Zubereitung von Speisen gelten als weitere begünstigende Faktoren für ein Nährstoffdefizit. Auch Phasen eines erhöhten Bedarfs an Vitaminen (Schwangerschaft, Wachstum, Krankheit, Stillzeit) verhindern häufig eine optimale Versorgungssituation; es kommt zur Nährstoffdysbalance. Besondere Risikogruppen für Nährstoffdefizite sind demnach u.a. Menschen mit Tumorerkrankungen, schwer u./o. chronisch Kranke, Senioren, Raucher, Alkoholiker und Personen mit hoher Umweltbelastung (z.B. beruflicher Umgang  mit  Schadstoff- oder Strahlenbelastung, Stadtbewohner). Natürlich kann die Einnahme von „Vitaminpillen“ eine gesunde Ernährungsweise nicht ersetzen. Dennoch ist es nach dem Stand neuester medizinisch- wissenschaftlicher Forschung sinnvoll, zumindest phasenweise individuell, d.h. je nach Bedarf und Lebenssituation zusammengesetzte, antioxidativ wirksame Präparate einzunehmen, um das Immunsystem zu stabilisieren. Sogar ein gewisser Schutz vor Krebserkrankungen scheint hierdurch möglich zu sein. Auch das Risiko von Herzerkrankungen wird durch die positive Beeinflussung einer vorzeitigen Gefäßverkalkung in den Arterien verringert. Dem grauen Star (Katarakt) kann ebenso wie anderen typischen Alterskrankheiten wie z.B. rheumatischen Erkrankungen, der Osteoporose, dem Diabetes mellitus, den Fettstoffwechselstörungen, der Neigung zur Steinbildung in den Harn- und Gallewegen, den Altersdepressionen und den altersbedingten Hirnleistungsstörungen effektiv vorgebeugt  werden. Dabei stehen wir erst am Anfang unserer Erkenntnisse über die Bedeutung und Wirkungsweise der Vitalstoffe.
Eine Vitaminüberdosierung ist im Rahmen einer orthomolekularen Nahrungsergänzung nicht zu erwarten, jedoch sollte die ausgewählte antioxidativ wirksame Substanzkombination ganz individuell auf den Einzelnen zugeschnitten sein; durch eine optimale Konzentration an Mikronährstoffen im menschlichen Körper werden Körperfunktionen positiv beeinflusst, die Entstehung von Krankheiten verhindert und der Allgemeinzustand bei bereits bestehenden Erkrankungen verbessert. Entscheidend dabei ist die Zufuhr der Vitalstoffe in den richtigen Dosierungen und sinnvollen Kombinationen; kompetenter Berater ist der Hausarzt, der über entsprechende Erfahrungen auf dem Gebiet der Orthomolekularen Therapie verfügt, der das Lebensumfeld seiner Patienten kennt und der sie begleitet.

Behandlungskosten

Die Beratung zur Orthomolekularen Nahrungsergänzungstherapie fällt derzeit nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.

Sie erhalten daher bei Inanspruchnahme eine Rechnung gemäss der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Bitte sprechen Sie uns an, wir informieren und beraten Sie gern ausführlich!

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