Unsere DMP- Sprechstunde

"DMP"- das haben Sie noch nie gehört?
 

Woher kommt der Begriff „Disease-Management“ und was bedeutet er?

 
Das englische Wort „disease“ bedeutet „Krankheit, Erkrankung“. Der Begriff 
„Disease-Management“ entstand ursprünglich in den USA im Zusammenhang mit dem dortigen Prinzip einer gesteuerten, strukturierten Gesundheitsvorsorge, der „Managed Care“. Dabei handelt es sich um eine sinnvolle Gesundheitsförderung mit dem Ziel einer qualitätskontrollierten und kosteneffektiven medizinischen Versorgung. 
 
Auf das Gesundheitswesen in Deutschland übertragen verbirgt sich hinter dem Begriff „Disease-Management“ eine medizinische Versorgungsform, mit der u. a. die Prävention und Behandlung einer Krankheit verbessert und die durch diese Krankheit bedingten Beeinträchtigungen reduziert werden können. Disease Management erfordert dabei verbindliche und aufeinander abgestimmte Behandlungs- und Betreuungsprozesse über Krankheitsverläufe und institutionelle Grenzen hinweg. Diese Prozesse werden auf der Grundlage aktuellster wissenschaftlicher Erkenntnisse festgelegt. Mit einem 
Disease-Management verbindet sich aber auch das Ziel, die innerhalb des 
Gesundheitswesens zur Verfügung stehenden Ressourcen möglichst effektiv 
einzusetzen, um eine hochwertige und zudem in einem angemessenem Kosten-Nutzen-Verhältnis stehende medizinische Versorgung gewährleisten zu können. 
 

Warum werden Disease-Management-Programme eingeführt? 

 
Wesentliche Ziele der Einführung von Disease-Management-Programmen in das System der gesetzlichen Krankenversicherung im deutschen Gesundheitswesen:
 
  • Verbesserung der medizinischen Versorgung chronisch Kranker 
  • Ziel des Gesetzgebers, alle gesetzlichen Krankenkassen in finanzieller Hinsicht möglichst so zu stellen, als ob sie annähernd gleiche Versichertenstrukturen hätten (Risikostrukturausgleich)
  • Ermöglichung einer sektoren-, institutionen- und professionenübergreifende Behandlung der jeweiligen Krankheit
  • enge Verzahnung von ambulanter und stationärer ärztlicher Behandlung sowie der Arznei-, Heil- und Hilfsmittelversorgung
  • Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens und der unterschiedlichen Gesundheitsberufe 
 

Der Hausarzt oder die Hausärztin nimmt dabei eine zentrale Koordinationsfunktion durch das verzweigte Gesundheitssystem ein. 

 
Im Mittelpunkt der DMP stehen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende sogenannte Leitlinien für die betreffende 
Krankheit. Diese Leitlinien geben als Struktur des jeweiligen Programms 
Behandlungsmethoden vor, die in wissenschaftlichen Studien auf Wirksamkeit, Sicherheit und Nutzen überprüft worden sind. Dadurch wird sichergestellt, dass die Patientinnen und Patienten nach dem aktuellen, wissenschaftlich belegbaren Erkenntnisstand behandelt werden. Für die Ärztinnen und Ärzte wird durch die Leitlinien ein Behandlungs-„Korridor“ vorgegeben, der im Einzelfall den individuellen Bedürfnissen der Erkrankten anzupassen ist und zugleich die Berücksichtung neuester gesicherter Erkenntnisse gewährleistet. Die Therapiefreiheit des Arztes bleibt dabei also erhalten. 
 

Welche Voraussetzungen bestehen für die Teilnahme an einem DMP- Programm?

 
Wenn bei Ihnen eine der folgenden chronischen Erkrankungen besteht, hat es für Sie vielfältige Vorteile (s.o.), an einem DMP- Programm teilzunehmen:
 
  • Diabetes mellitus Typ II
  • Asthma
  • Chronische Bronchitis (sogenannte COPD)
  • Koronare Herzerkrankung (KHK)
Sollten Sie von einer dieser Krankheitsbilder betroffen sein, haben wir Sie sicher bereits auf die Vorteile einer regelmäßigen Teilnahme am DMP- Programm hingewiesen bzw. Sie bereits in ein DMP- Programm eingeschrieben. Sollten Sie der Meinung sein, die Teilnahmevoraussetzungen zwar zu erfüllen, bisher aber noch nicht eingeschrieben sein, sprechen Sie uns bitte umgehend jederzeit gerne an!
 

Wie ist die DMP- Sprechstunde organisiert?

 
Die Termine für die DMP- Sprechstunde finden in Intervallen mit einem dreimonatigen Abstand statt. 
 
Ab März 2013 werden wir unsere DMP- Sprechstunde nach und nach etwas umstrukturieren: 
 
Mehrere Mitarbeiterinnen unserer Praxis haben besondere Fortbildungen absolviert, um ab sofort für Sie als Ansprechpartnerinnen bei den DMP- Untersuchungen zur Verfügung zu stehen:
 
Dieses Mitarbeiterinnenteam wird ab sofort nach und nach sowohl die DMP- Untersuchungstermine mit Ihnen vereinbaren als auch die Untersuchungen und dazugehörigen Dokumentationen selbständig durchführen und in Absprache mit der jeweiligen Ärztin/dem jeweiligen Arzt unserer Gemeinschaftspraxis die Untersuchungsergebnisse mit Ihnen besprechen- bei ungewöhnlichen oder auffälligen Untersuchungsergebnissen oder unvorhergesehenen Beschwerden wird selbstverständlich der persönliche Kontakt mit der Ärztin/dem Arzt organisiert.
 
Jede Patientin/jeder Patient, der in ein DMP- Programm unserer Gemeinschaftspraxis eingeschrieben wurde, erhält eine Mitarbeiterin als feste Ansprechpartnerin.
 
Haben Sie Fragen zu dieser Neustrukturierung der Sprechstunde? Bitte haben Sie keine Scheu und sprechen Sie uns bei Fragen oder Sorgen jederzeit an- wir informieren und beraten Sie gern!
 
 

Ihr Team der Gemeinschaftspraxis Gesenhues & Partner

 
 
 
 
 
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